Hygienemanagement in der Arztpraxis

Das Hygienemanagement nicht nur in Arztpraxen, sondern in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens, erfordert andere Überlegungen als Reinigung und Desinfektion im Lebensmittelbereich.

Schon bei der Auswahl der Desinfektionsmittel (Inhaltsstoffe) ergeben sich Unterschiede.

Trotz der guten Desinfektionswirkung von aldehydhaltigen Mitteln wird – sofern alternative Mittel verfügbar sind – auf diese immer mehr verzichtet.

Alkoholische Desinfektionsmittel, sofern Sie nicht einen nicht zu deklarierenden Anteil an Zusatzstoffen enthalten (!) sind rückstandsfrei, können empfindliche Oberflächen wie bestimmte Kunststoffe wie Acryl, Oberflächen von Geräten oder Kunstleder auf Dauer angreifen und bergen zudem ein Brandrisiko.

Quartäre Ammoniumverbindungen sind bei der Flächendesinfektion weit verbreitet, haben aber ein allergenes Risiko bei Hautkontakt. Da diese Verbindungen an sich bereits Tenside darstellen, können sie zu Schmierfilmen auf Flächen führen. Diese sind also nicht rückstandsfrei.

Auch bei Aminen muß öfter nachgereinigt werden und wie bei den QAV öfter eine Grundreinigung erfolgen, da auch diese Tenside darstellen

Produkte, die Sauerstoff abspalten wie z.B. die Peressigsäure oder die Hypochlorige Säure sind von der Verbreitung her in der Minderzahl, zählen aber auch zu den rückstandsfreien Mitteln.

Einsatz der Clean Card® PRO zur Reinigungskontrolle:

Generell ist zu berücksichtigen, wie die Fläche zuvor behandelt wurde.

Insbesondere kann es zu Fehlinterpretationen kommen, wenn QAV- oder aminhaltige Mittel bei der Desinfektion oder desinfizierenden Flächenreinigung auf der Oberfläche verbleiben müssen. Hier sind diejenigen Anwender im leichten Vorteil, die Desinfektionsmittel verwenden können, die auf rein alkoholischer Basis oder anderen Mitteln beruhen, die selbst oder deren Zerfallsprodukte keine Rückstände hinterlassen.

Viele Flächen müssen nicht zwangsläufig desinfiziert werden, sollen aber trotzdem sauber sein, wie auch an einigen Stellen z.B. der Kinderspiel- und Krabbelecke nicht unbedingt Chemiereste von Desinfektionsmitteln an Spielzeug, Möbeln oder Boden anhaften sollten.

Typische Testpunkte in einer Arztpraxis können z.B. sein:

im Bereich Blutentnahme und Labor:
Arbeitsflächen, Ablageflächen Verbandswagen, Armauflageflächen, Handgriffe, Meßgeräte

in Behandlungszimmer:
Liegeflächen, Tisch, Geräte-Bedienfelder, Außenflächen der Geräte bei häufigem Kontakt, Handgriffe der Gerätschaften, Telefonhörer, Tastatur Gegensprechanlage, Bereich vor dem Arztplatzrechner, etc.)

die Sanitäreinrichtungen ( z.B. Türgriffe, Armaturen ),
die Kinderspielecke mit Spielsachen,
die Türklinken im Patientenbereich,

der Empfangstresen,
die Teeküche, Bedienelemente von Tafelwasseranlagen etc.

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Nutzen Sie diese pädagogische Motivation für Ihr Reinigungspersonal

Es sei hier darauf hingewiesen, daß die Clean Card® PRO allerdings nicht geeignet ist, um manuell aufbereitete Instrumente als Proteintest zu bewerten. Die unterste Nachweisgrenze der Clean Card liegt bei ca. 20 µg pro 100 cm². Die Richtwerte für Restproteine bewegen sich im Bereich unterhalb von 20 µg/Instrument oder bei Endoskopen bei < 20µg/Biopsie-/Absaugkanal.

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